| Neu in der Region: die Kinderkrankenpflege akrobat |
| Dienstag, 12. Mai 2009 um 07:50 Uhr |
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Nachdenklich und kurzweilig, informativ und stimmungsvoll. So ging die Auftaktveranstaltung zu "akrobat" im Ravensburger Kornhaus über die Bühne. "akrobat" steht für "Arbeitsgemeinschaft Kinderkrankenpflege Region Oberschwaben, Bodensee, Allgäu". Nach mehrmonatiger Vorbereitungsphase hat das Projekt jetzt den Betrieb aufgenommen.
"Sie bringen etwas auf den Weg, das kranken Kindern und ihren Eltern helfen wird", sagte Pfarrer Reinhold Hübschle. Zuvor hatte er aus dem Buch "Oskar und die Dame in Rosa" gelesen, in dem es um einen schwerkranken Jungen Oskar und die unterschiedliche Wahrnehmung der Krankheit zwischen Oskar und seinen Mitmenschen geht. Die Eltern des fünfjährigen Julius schilderten anschließend den Alltag mit einem nierenkranken Kind, das seit vier Jahren intensiv betreut werden muss. Nach dem Julius drei Jahre lang zuhause dialysiert und über eine Sonde ernährt worden ist, bekam er im vergangenen Dezember eine Spenderniere. Für sie sei die professionelle Hilfe der Sozialstation eine wichtige Entlastung. Selbst Verwandte täten sich schwer, Julius für einige Stunden zu betreuen - aus Angst, im Ernstfall nicht richtig reagieren zu können. "Wir brauchen die Schwestern, die uns entlasten und die Verantwortung tragen", so die Mutter in ihrem bewegenden Bericht. "Sie helfen uns, dass wir normal leben können." Momentan nehmen die Schwestern den Eltern an zwei Abenden für jeweils vier beziehungsweise sechs Stunden die Pflege ab. Das Neue an "akrobat": Während die Administration zentral durch die Kirchliche Sozialstation Ravensburg erfolgt, wird die Pflege von den Sozialstationen vor Ort übernommen. Zuständig in der "Zentrale" Ravensburg ist dafür Manuela Lutz, eine Kinderkrankenschwester mit Leib und Seele. Sie hat unter anderem Erfahrung auf der onkologischen Station der Uniklinik Freiburg gesammelt, die sie seit zwei Jahren in die Sozialstation einbringt. Der größte Wunsch der Kinder sei es, zuhause sein zu können, so Manuela Lutz. Dabei stießen die Angehörigen oft mir ihren Kräften an die Grenzen. "Mit unserer Arbeit möchten wir die Eltern unterstützen, die Kinder in ihrer Umgebung pflegen zu können." Die Kath. Sozialstationen von Friedrichshafen, Langenargen, Leutkirch, Wangen und Schlier haben sich bereits der Arbeitsgemeinschaft angeschlossen. Tettnang und Isny stehen ebenfalls in der Startlöchern. ... zurück |
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